Würziger Reis mit Tofu (ohne Gluten)

Reis mit Gewürzen belebt

Reis mit Gewürzen belebt

Zutaten: (für 2 Personen)
1 Tasse (250ml) Vollkornreis
2 ¼ Tassen Wasser
2-3 cm Ingwerwurzel fingerdick
1 Lorbeerblatt
Salz
Olivenöl

200 gr. Tofu
1 Teel Curcumapulver

1 Lauch
1 Teel. Kreuzkümmel
evtl. 1 Teel. Schwarze Senfsamen

Hinführender Gedanke:
Die Getreide bilden die Grundlage unserer Ernährung. In Form von Brot, Brötchen, Teigwaren, Reis, Gebäck und Kuchen sind sie ein wesentlicher Bestandteil fast aller Mahlzeiten.

Alle Getreide sind sehr reich an Kohlenhydraten, welche im Körper in Wärme und Energie umgewandelt werden und dem Menschen die nötige Kraft für seine physischen wie auch mentalen Aktivitäten zur Verfügung stellen. Fehlen in der täglichen Ernährung die Kohlenhydrate, dann erschöpfen wir sehr schnell, sowohl in körperlicher Hinsicht, als auch in der Fähigkeit, sich zu konzentrieren und wach am Leben teilzunehmen.

Interessiert man sich einmal für das Wachstum der Getreidepflanzen, dann fällt auf, dass sie keine Blüten bilden. Es sind Pflanzen, die vollständig auf das Blühen und Duften verzichten. So können sie all ihre Kräfte in die Bildung der Körnerfrüchte mit ihren reichhaltigen Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Eiweißen, wertvollen Ölen, Spurenelementen und vielen Mineralstoffen hineingeben. Nur für einige Stunden „blühen“ die Getreide auf fast unmerkliche Weise, wenn die winzigen Staubgefäße in den Ähren hervorkommen und der Wind die Pollen zur Befruchtung wie eine feine gelbliche Staubwolke über das ganze Feld trägt.

Anstelle von schönen Blüten treten nur winzige Staubgefäße hervor

Eine Rose im Gegensatz dazu legt all ihre Kraft in ein herrliches Blühen und verströmt einen zauberhaften Duft, anstatt nahrhafte Substanzen auszubilden.

 

Blütenpracht und duftende Öle stehen bei der Rose im Mittelpunkt

 

Auch die aromatischen Kräuter und die Gewürzpflanzen verausgaben sich nicht mit üppigem Blühen, sondern bilden meist nur kleine unscheinbare Blüten aus. Anstatt einen substanziellen Nährwert aufzubauen, bilden diese während ihres Wachstums reichlich intensive Geschmacks- und Aromastoffe aus, welche die Sinne des Menschen umspielen und berühren. Sie sind wie ein Schlüssel, der unser Interesse für die Nahrungsmittel und Speisen öffnet. Die aromatischen Düfte ziehen die Aufmerksamkeit zu den Speisen und regen alleine schon beim ersten Riechen den Fluss der Verdauungssäfte an.

Alle Vollkorngetreide sind reich an nährenden Substanzen, aber gleichzeitig fast frei von Geschmacksstoffen. Fade schmeckende Speisen können kaum unser Interesse erwecken oder bewirken sogar ablehnende Gefühle. Körperlich gesehen sind schwerer verdaulich und belasten zudem den gesamten Stoffwechsel und vor allem das Herz. Deshalb verlangen die Vollkorngetreide danach, ausreichend mit würzigen Kräutern kombiniert zu werden. Kenntnisse einerseits zu den Getreiden und andererseits zu den Kräutern und Gewürzen, ermöglichen es, neue Nahrungsmittel zu gestaltet, die die jeweiligen Qualitäten auf ideale Weise vereinen und sich gegenseitig aufwerten.

So können Speisen zubereitet werden, die substanziell kräftig sind und gleichzeitig dem Menschen so entgegen kommen und so belebend wirken, dass einerseits der Stoffwechsel im idealen Sinne zur Aufnahme der Substanzen angeregt wird und andererseits auch das Bewusstsein in seiner Wachheit eine Belebung erfährt.

Zubereitung:
Den Reis ein in einer Schüssel waschen und das Wasser abgießen, dann die Körner in einen Kochtopf geben. Die Ingwerwurzel in sehr feine Streifen oder feine Würfel schneiden und mit dem Wasser und dem Lorbeerblatt zum Reis geben. Den Reis zum Kochen bringen und auf kleinster Flamme etwa 45 Min. zugedeckt köcheln lassen. Während der gesamten Kochzeit den Reis nicht umrühren, damit die einzelnen Körner möglichst gleichmäßig und in Ruhe aufquellen und sich aufschließen können. Wird der Reis zwischendurch umgerührt, dann kann die Stärke leichter am Boden anzulegen und anbrennen.

Etwa 20 min. bevor der Reis fertig ist, den Tofu in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl und Zugabe von Salz bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam von allen Seiten braten. Die Pfanne dann vom Herd nehmen, Curcumapulver zugeben und es gut mit dem Tofu vermischen.

Den Lauch waschen, in Ringe oder Streifen schneiden und in einer Pfanne mit etwas Wasser und Öl sowie Salz, Kreuzkümmelsamen und Senfsamen bei mittlerer Hitze dünsten, bis er weich ist.

Wenn der Reis fast das ganze Wasser aufgenommen hat, dann den Topf vom Herd nehmen, etwa 4 Eßl. Olivenöl und 1 Teel. Salz zufügen und das Ganze in einer Weise vermischen, dass es locker bleibt.

 

Reis gut gewürzt und harmonisch aufgequollen

 

Wird zu viel oder zu kräftig gerührt, dann wird der Reis zunehmend klebriger. Den Reis noch einige Minuten ruhen und durchziehen lassen und dann alles servieren.