Eine wissenschaftliche Studie der William Paterson University in den USA 2014 kürte die Brunnenkresse zum gesündesten Gemüse der Welt, weil sie verglichen mit anderen Gemüse die größte Nährstoffdichte aufweist; d.h., die meisten Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Proteine im Verhältnis zum Energiegehalt hat.
Die Wissenschaft misst auf der physischen Ebene die Inhaltsstoffe und bemisst daraus den Wert eines Nahrungsmittels und seine Wirkungsweise. Nach dieser Logik sind es die Stoffe, die dem Menschen die Stärke verleihen.
R. Steiner betrachtet die Pflanzen im Verhältnis zum Kosmos mit Sonne und Planeten sowie zum Menschen mit seinen Organen. Als wesentlichsten Faktor benennt er die Eigenaktivität des menschlichen Organismus. Die Kraft und der gesundheitliche Wert entstehen nicht unmittelbar aus der physischen Substanz sondern erst aus der Aktivität, mit der unser Organismus diesen Stoffen begegnet, wie etwa beim Fett, das er ganz neu bildet. Erst in diesem selbst gebildeten Fett ist der Mensch am meisten stark. Bei den Kohlenhydraten findet dieser aktive Prozess in anderer Form statt. Die Kohlenhydrate werden nicht vernichtet in der Verdauung, sondern verwandelt. Die Stärke wird in der Verdauung in Zucker, d.h. in Glykogen umgewandelt. Diese aktive Verwandlungstätigkeit stärkt die Verdauungsorgane und den ganzen Menschen.
Nach dieser Anschauung wirkt der Menschen auf die Materie, er verwandelt sie und gewinnt daraus seine Stärke. Dabei ist die Verdauungskraft nicht als rein physische Kraft zu sehen. Sie ist nach R. Steiner mit der menschlichen Willenskraft verbunden, die als seelische Stärke für das Durchhaltevermögen, die Einsatzkraft und Zielstrebigkeit, sowie für die gesamte Entwicklung des Menschen, auch in seelisch-geistiger Hinsicht bedeutungsvoll ist.

