Nach der Schneeschmelze bis etwa Mai und von Oktober bis Dezember kann man die Brunnenkresse an Bachläufen und sumpfigen Zonen finden. Sie liebt klares Wasser und ist eine der wenigen Pflanzen die bei wenigen Plusgraden bereits bestens gedeiht. Man findet sowohl einzelne Pflanzen als auch ganze Teppiche.
Da die Wurzeln überwiegend im Wasser und nur wenig im Boden verankert sind, sollte man die Stiele abschneiden oder mit den Fingernägeln abzwicken, damit man nicht die ganze Pflanze samt Wurzel herausreißt. Die Stängel verzweigen sich in Stiele mit mehreren seitlichen Blattpaare und 1 Blatt an der Spitze. Die Blättchen können fast rund oder etwas länglicher sein und in der Größe variieren.(Brunnenkresse, die an Bächen auf Viehweiden gesammelt wurde, sollte gut gewaschen werden, um evtl. vorhandene Eier des Leberegels zu entfernen.)
Brunnenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütler und hat durch die enthaltenen Senföle einen scharf-würzigen Geschmack. Sie erinnert ein wenig an Rettich oder Senf und mit ihrem frischen kräftigen Aroma ergänzt sie sehr gut Kartoffel-, Eier oder Kichererbsensalat, Käsebrot oder ein einfaches Butterbrot. Auch Quark und Kräuterbutter verleiht sie eine erfrischend pikante Note. Da Senföle reizend wirken können, fügt man idealerweise den Speisen nur kleinere Mengen bei. Meist sind 30 g pro Person schon ausreichend, um eine Speise harmonisch zu bereichern.





