Die Fette, die wir mit den Speisen essen, gehen, so R. Steiner, nicht direkt als Substanz in unseren Körper über. Sie müssen im Verdauungsvorgang zunächst vollständig vernichtet werden. Diese Aktivität des Vernichtens von Fett schwächt unseren Organismus aber nicht, sondern setzt Kräfte frei, mit denen wir dann unser eigenes menschliches Fett selbst erzeugen können. Gerade dadurch werden wir stark. Die grünen Blattgemüse und die Brunnenkresse, die nicht gekocht werden müssen, sondern zu Salaten verarbeitet werden können, fördern dies besonders, auch wenn ihre Fettsubstanz mengenmäßig gering ist.
Ganz allgemein sagt R. Steiner: „Die Fette sind ganz sein eigenes Produkt. So dass also der Mensch das, was er an Fetten in sich aufnimmt von außen durch Pflanzenfette, durch tierische Fette, vernichtet, und in der Überwindung der Fette entwickelt er jetzt die Kraft.“, sein eigenes Fett zu bilden.
Jedoch scheint ein Unterschied zwischen pflanzlichem und tierischem Fett zu bestehen, den er wie folgt beschreibt:„Wenn die Menschen aber tierisches Fett essen oder Fleisch, wird das nicht ganz vernichtet. Pflanzenfett geht nicht über die Gedärme heraus, wird in den Gedärmen vernichtet; das Fett aber, das im Fleisch enthalten ist, geht wieder in den Menschen über.“Für manche Menschen scheint es leicht zu sein das eigene Fett zu bilden, für andere wiederum schwieriger und so fügt er hinzu: „Das ist also eine Erleichterung in der Ernährung.“tierische Fette zu essen.
In diesem Zusammenhang erwähnt er auch die vegetarische Ernährung:
„…, so fühlt er sich dann stärker, wenn er Vegetarier geworden ist, weil er nicht mehr darauf angewiesen ist, fremdartiges Fett in sich abzulagern, sondern nur sein eigenes Fett kriegt; in dem fühlt er sich dann stark.“(Vortrag 31.7.1924)
Demnach gibt nicht die Fettsubstanz, also die Kalorien aus dem Fett die Kraft, sondern Kraft entsteht durch die Arbeit des Vernichtens von Fett und es ist die eigene Fettsubstanz in der der Mensch seine Stärke fühlt.


